Urverletzung und Liebe als Quell des Erwachens

In welcher Beziehung stehen die Urverletzung und die Liebe und wie wirken sie gemeinsam auf dem Weg des Erwachens.

Die nicht ertragbare Größe der Urverletzung

Die Urverletzung – der Aspekt der Abspaltung von Gott – erscheint dem menschlichen Bewusstsein so übermächtig und unlösbar, dass kein Mensch in der Lage wäre, sie vollständig bewusst anzuschauen, zu ertragen, oder ganz in seinen Geist zu integrieren. Je nach Grad des geistigen Erwachens findet eine mehr oder weniger große Auseinandersetzung und Akzeptanz der Urverletzung statt. Der restliche – in der Regel wesentlich größere Teil – ist fast vollumfänglich im Unterbewusstsein präsent und wirkt dort allzeit mit entsprechender Kraft. Sie stellt letztlich die Ursache aller Ängste und Sorgen dar, die uns unterbewusst und bewusst erfassen.

Kontrollierte Distanz als „Überlebensstrategie“

Menschen, die noch nicht von der ersten Stufe des Erwachens erfasst wurden, werden sich in den meisten Fällen vor der Urverletzung und den daraus resultierenden Ängsten meist unterbewusst in möglichst großem Umfang flüchten und verschließen. Es werden Mechanismen im Leben gesucht und gelebt, die eine kontrollierte Distanz zu diesem Thema ermöglichen sollen. Dies bedeutet kaum stillbares Verlangen nach Kontrolle zum „Überleben“. In dieser Phase geschehen aus bewusster und unterbewusster Verzweiflung heraus die schlimmsten Verstöße gegen das eigene höhere Selbst. Hier werden vor allem auch Maßnahmen ergriffen, die möglichst viele andere Menschen und Taten kontrollieren sollen und damit berechenbarer machen.

Die Verdrängung der Liebe verursacht Verletzungen und Karma

Höherschwingende Menschen, Inhalte und Themen werden auch entsprechend mehr oder weniger stark abgelehnt und teilweise sogar verfolgt. Das unterbewusste Wissen um die starke Resonanz und Heilung hierzu kämpft ständig mit dem Zwiespalt und Risiko der gleichzeitigen „Ansteckungsgefahr“ höherer Schwingungen. Die Liebe und geistiges Licht, als einzige Heilmittel der Urverletzung, werden häufig verdrängt und vielfach sogar bekämpft. So groß ist der Anziehungskreis aus innerer Verletzung und Verzweiflung, daraus entstehenden negativen Emotionen, die teilweise über viele Inkarnationen hinweg im emotionalen Körper aufbewahrt werden, und entsprechendem Karma.

Bewusstere Annäherung an die Urverletzung über die Liebe

Mit jedem Kontakt und Berührung der Liebe findet zugleich eine bewusstere und offenere Auseinandersetzung, ja sogar eine Annäherung an die Urverletzung statt. Das Bewusstsein des Menschen integriert zunehmend verschiedene Aspekte davon und schließt somit stärker – wenn auch für uns niemals vollständig – den Kreis der beiden großen Pole wahrhafte Liebe (Einssein mit Gott) und Angst (Getrenntsein von Gott). All dies geschieht in dem Spannungsfeld der Liebe und der Angst und wird in unserem Geist erfahrbar.

Spirituelles Erwachen mit Hilfe der Urverletzung und der Liebe

Eine solche Annäherung erzeugt spirituelles Erwachen und stellt aber zugleich auch die Folge eines solchen Erwachens dar. Es ist uns nicht möglich zu benennen, welcher der beiden Aspekte zuerst auftritt – Ursache und Wirkung geschehen auf verborgene Weise zugleich. Diese Annäherung an die Urverletzung und Kontakt mit der wahren Liebe erzeugt glückselige Gefühle im emotionalen Körper und verbindet unser Verstandesbewusstsein stärker mit unserem höheren Selbst. Wir befinden uns dann auf dem Pfad des Erwachens beziehungsweise der Erleuchtung.

Der Erwachensprozess ist mit Blockaden / Karma konfrontiert

Im Laufe des Lebens sammelt sich ein reicher Schatz an Erfahrungen aus der Auseinandersetzung mit den Ängsten und der Liebe an. Wir erleben fast permanent wie wir gegen unseres höheres Selbst verstoßen, oder aber unserem seelischen Fluss entsprechen. Dadurch erzeugen wir große Mengen an Gedanken, Glaubenssätzen, Emotionen, energetische Blockaden und Karma. Diese Erlebnisse und vor allem unser Urteil darüber wird in unseren energetischen Körpern abgespeichert. So trägt jeder in seiner Aura diese Informationen aus allen früheren Leben und aus dem jetzigen Leben mit sich.

Entsprechend sind wir zu jederzeit mit unserem Karma bzw. mit unseren erzeugten energetischen Blockaden konfrontiert. Diese entfalten ihre Kraft zwar nicht alle zugleich oder in voller Intensität auf uns, üben aber dennoch genügend Wirkung, dass wir einer ständigen Herausforderung gegenüberstehen.

Jeder Erwachensprozess ist nur möglich, soweit und sofern diese Blockaden bzw. die karmischen Verstrickungen der Reihe nach durch eine Auseinandersetzung mit der Urverletzung und der Liebe aufgelöst werden