Das Buch vom Leben - Band 1 

Das Prinzip der Einheit

Alles besteht aus Energie und Bewusstsein. Jedes Lebewesen, jeder Gegenstand und jeder Gedanke. Dadurch existiert keine Trennung zwischen dem Innen und dem Außen.

Alles ist Energie und Bewusstsein

Eine der wichtigsten Botschaften dieses Buches ist, dass alles was ist und selbst das was nicht ist, ein eigenes Bewusstsein besitzt, mit dem universellen oder göttlichen Bewusstsein verbunden und mit universeller Lebensenergie ausgestattet ist. Das heißt, dass nicht nur Menschen „leben“ – also über ein Bewusstsein verfügen – sondern auch alles andere, was uns umgibt und wir uns vorstellen können: Tiere, Pflanzen, Bakterien, Viren, die Natur, die Erde als Ganzes (Gaia), andere Planeten, Sterne und Himmelskörper, alle Dinge, Stoffe, Materialien, aber auch feinstoffliche Wesen, wie z.B. Geister, Engel, Dämonen, Seelen, etc. Dazu zählt zum Beispiel auch jedes noch so unbedeutende Staubkorn, sei es hier auf der Erde oder irgendwo im Universum. Und es gehört auch alles dazu, was wir nicht wahrnehmen, oder uns nicht vorstellen können und eben auch all das was nicht ist, oder besser gesagt noch nicht ist. Der Aufzählung sind keine Grenzen gesetzt.

Die fünf Sinne dominieren den Verstand

Die menschliche Wahrnehmung über die sogenannten fünf Sinne (Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Tasten) reicht nicht aus, um das oben gesagte zu erfahren. Im Gegenteil, sie steht uns dabei meist sogar im Weg. Durch ihre große Intensität, ja sogar Dominanz für den Körper, macht sie den Verstand glauben, dass es nichts oder zumindest kaum etwas anderes gäbe. Aber je größer unser Zugang zu den höheren Sinnen sich entwickelt – also vor allem zu unserer Seele aber auch zum sogenannten morphischen Feld (Instinkt) -, desto besser können wir dies verstehen und uns dahingehend intensiver öffnen.

So wie im Innen, so im Außen – und umgekehrt

In der Erkenntnis, dass alles mit göttlichem Bewusstsein erfüllt ist, steckt eine enorme Tragweite. Sie legt einen bewussten Umgang mit Allem und Jedem nahe. Denn jede unserer Taten, ob unterlassen oder durchgeführt, ja sogar Gedanken und Gefühle zeigen eine starke Interaktion mit Allem. Und meist liegt in unserer Überzeugung und Vorstellung all dies im Außen, in einer wahrgenommenen Getrenntheit von uns selbst. So als ob es ein Selbst als definierte und abgeschlossene Person auf der einen Seite und viele andere Personen, Dinge und Wesen auf der anderen Seite gäbe. Dadurch dass aber alles über Bewusstsein und Lebensenergie verfügt, interagieren wir weder alleine in uns, noch außerhalb von uns. Wir leben genau betrachtet in einem einzigen Punkt selbst, nämlich in der Verschmelzung des Innen und des Außen. Das heißt in der unendlichen Wahrheit, also in Gott. Ursache und Wirkung liegen daher nicht nur sehr nahe zusammen, sondern befinden sich eben in einem einzigen Punkt vereint. Und dieser Punkt ist sowohl unendlich klein, als auch unendlich groß. Er ist zugleich unser Inneres und alles Äußere. Er hat die Kraft zur Schöpfung, zur Erzeugung unserer Realität. Das heißt, dass alles im Innen wie im Außen ist, beziehungsweise das Innere sich im Außen realisiert. Und umgekehrt gilt analog, alles im Außen hat seinen Ursprung im Inneren. Durch die direkte Verbindung ist auch die Wechselwirkung zwischen Innen und Außen direkt und unmittelbar. Die Wirkung ist fast grenzenlos und verändert oder erschafft Realität für uns und andere.

Der Umgang mit allem ist entscheidend

Es gibt also keine totes Material und keine totes Wesen. Alles hat eine Bedeutung und eine göttliche innewohnende Kraft. Daraus resultiert auch, dass jeder Umgang mit irgendetwas, und erscheint dieses noch so gering oder unbedeutend, einen Umgang mit anderem lebenden Bewusstsein bedeutet. Und dieser Umgang erschafft Karma, der uns in unserem Weg nach innen, zu unserer Seele und damit auch letztlich zu Gott beeinflusst. Die Bandbreite reicht dabei von der starken Unterstützung bis zu einer ebenso starken Blockade. Beides kann sich über viele Inkarnationen hinweg, also langfristig und grundlegend, auswirken. Vor diesem Hintergrund sind Themen, wie zum Beispiel der Umgang mit Menschen in Not oder Armut, der Umgang mit Tieren – insbesondere die Umstände der Massentierhaltung –, aber auch der Umgang mit Pflanzen, der Natur und der Erde von besonderer Bedeutung. Alle Gedanken und Taten werden sich in unserem eigenen Inneren eins zu eins manifestieren. Es stellt sich die Frage: Wie bewusst leben wir gegenüber uns selbst und unserer Umwelt.

Wir erschaffen Karma

Man kann dies anschaulich interpretieren. Jeder Gedanke und jede Handlung erschaffen unser Äußeres. Sie erschaffen unsere wahrgenommene Realität. Es existiert keine davon getrennte Erfahrung. Das heißt umgekehrt auch, dass jede noch so kleine Begegnung und Erfahrung eine tiefere Bedeutung besitzt und Ausdruck unseres inneren Bewusstseins und auch unserer Geschichte ist. Alle Gedanken, Gefühle und Handlungen der Vergangenheit inklusive aller unserer früheren Leben gehören hier vollständig dazu. Diese werden wie in einem riesigen Datenspeicher in unserem energetischen Körper (oft auch als Aura bezeichnet, zu der auch der physische Körper zählt) abgelegt und erzeugen eine einzigartige energetische Signatur. Die indische Weisheitslehre nennt dies Karma. Wir werden an anderer Stelle detailliert auf dieses wichtige Thema eingehen.

Jedes Signal im Außen zeigt uns unser Inneres

Das mag alles schwer vorstellbar sein, aber es ist umso leichter im Leben selbst erfahrbar. Achtet man auf die Symbolik und Bedeutung auch kleinster Geschehnisse und betrachtet man sie in diesem Licht, wird man über die engen Zusammenhänge erstaunt sein. Jedes noch so kleine Ereignis oder Beobachtung in der wahrgenommenen Realität besitzt zugleich eine tiefere Bedeutung. Sobald man mit dieser Aufmerksamkeit das (vermeintliche) Draußen beobachtet, erkennt man dort wichtige Signale und Botschaften. Man erkennt seinen eigenen Zustand und seine eigene Konstellation. Nummernschilder von Autos, die vor einem fahren, die Veränderung des Wetters, Emotionen von Menschen, die einem begegnen, etc., alle sie beherbergen Informationen und Botschaften. Wer anfängt sie mit diesem Bewusstsein zu lesen, wird über deren hohen Gehalt staunen.

Das Außen als Weg zum Innen

Diese Signale zeigen sich schneller als man vermuten würde und ihre Intensität wächst sogar von Mal zu Mal. Sobald wir unser Leben mit oder gar nach dieser Erkenntnis leben und selbst wenn wir nur hin und wieder daran denken, wird sich uns dieser Zusammenhang immer mehr offenbaren und stärker ans Licht treten. Aus ihm wird eine höhere Kraft hervorgehen und unser Leben massiv verändern, und zwar sowohl im Inneren, als auch in der äußeren Wahrnehmung. Wir erhalten also nicht nur Botschaften in passiver Weise, sondern mit deren Verständnis und durch unser eigenes Erkennen, verändert sich wie in magischer Weise die Realität im Außen und unser Leben verändert sich zunehmend. Selbst der letzte Zweifler, jeder Realist und jeder Nichtgläubige wird in Folge dieser drastischen Veränderungen in seinem Leben diesen Zusammenhang und das in ihm wohnende Wesen bewusst erfahren. Welche kaum vorstellbaren Chancen, Veränderungen und welcher natürliche Weg sich hieraus ergeben, werden wir in einem anderen Kapitel erläutern.

Jeder Gegenstand und jedes Wesen ist erfüllt mit universeller Lebensenergie und Bewusstsein. Dazu zählen auch wir selbst, beziehungsweise das, was wir als „Selbst“ wahrnehmen. Jede unserer Handlungen und jeder Gedanke interagiert daher in direkter Weise mit dem anderen Bewusstsein. Diese Interaktion ist so stark, dass es keine Trennung zwischen dem Innen und dem Außen gibt. Unsere Gedanken und Handlungen der Vergangenheit und im Jetzt erschaffen daher die von uns wahrgenommene Außenwelt. Sie sind entscheidend für unsere eigene Glückseligkeit. Die uns erscheinende Außenwelt, bzw. Realität, ist zugleich lediglich ein Spiegel unseres Inneren.

Frage: Dieses Prinzip der energetischen Einheit ist doch sicher nur im übertragenen oder höheren Sinne gemeint? Das heißt, dass wir uns nicht das eigene Schicksal oder eine eigene Außenwelt erschaffen können? Oder ist ernsthaft gemeint, dass ein Gedanke genügt, dass ich zum Beispiel erkranken kann, im Lotto gewinne, oder einen Autounfall erleide?

Frage: Wenn wir tatsächlich unsere eigene Realität erschaffen, kommt es dann nicht zu einer massiven Überschneidung mit unseren Mitmenschen, da wir ja dann uns alle gegenseitig beeinflussen? Wie kann das überhaupt insgesamt funktionieren?

Frage: Sind wir dann für unser Schicksal selbst verantwortlich, bzw. gibt es überhaupt ein feststehendes Schicksal?

Frage: Kann man mit dieser Haltung denn tatsächlich alles richtig machen, also quasi den direkten Weg zur Erleuchtung finden?

Frage: Warum gibt es eine gefühlte Trennung von Innen und Außen? Warum muss das alles so schwierig sein? Können wir nicht einfach alle bei Gott bleiben und glückselig sein?

Frage: Heißt das, dass besonders reiche Menschen etwas besonders richtig gemacht haben (im Außen wie im Innen) und arme Menschen entsprechend umgekehrt?

Frage: Machen sich diese Thesen nicht über die Armut, das Elend und die Not in der Welt geradezu lustig? Wie soll man Jemandem im größten Leid erzählen, dass seine schlimme äußere Realität nur aus seinem Inneren entspringt und er sie „leicht“ selbst verändern könne.

Frage: Ich spüre, dass irgendetwas an dieser Weltsicht wahr ist, aber was soll ich konkret tun, um den Weg zu mir selbst zu finden? Ich habe das Gefühl, zwar gerne zu wollen, aber oft mir selbst im Weg zu stehen und nicht zu wissen, was ich tun soll.

Frage: Das mag alles richtig sein, was ich hier lese – zumindest fühlt es sich so an, aber woher soll ich wissen, was zu tun ist, und wie ich auf mein Inneres oder höheres Bewusstsein hören kann? Woher weiß ich, dass es richtig ist, was ich selber höre.