Das Buch vom Leben - Band 1 

Das Prinzip der Dualität – Alles strömt zurück zur Einheit

Wie kann die gefühlte Dualität neben der Einheit mit Gott existieren? Wohin bewegt sich Bewusstein? Alles strömt zurück zur Einheit.

Das Paradoxon aus Dualität und Einheit

Obwohl jedes Bewusstsein bis zu seiner vollständigen Rückkehr zu Gott der Urverletzung unterliegt und solange getrennt von Gott ist, vereint es zugleich den Aspekt der Einheit mit ihm. Dies ist kein vollendeter Widerspruch, sondern ein sogenanntes Paradoxon. Es handelt sich nur um einen mit den zur Verfügung stehenden Mitteln nicht begreifbaren Widerspruch. Wir sind also von Gott getrennt und fühlen uns gegebenenfalls sogar von ihm verlassen. Und tatsächlich ist diese Erfahrung Teil unserer Existenz. Ja sie erklärt, woher die gewaltige Triebfeder für unser Rad des Leidens und des Karmas stammen, aber auch wieso wir nach höherem Bewusstsein streben.

Der Strom zu höherem Bewusstsein

Gleichzeitig trifft die Trennung genauso zu, wie der zweite Kernaspekt unseres Lebens, nämlich dass wir der Einheit Gottes angehören und seine „Kinder“ sind. Die Erinnerung an die Unendlichkeit und an den vollendeten Zustand ist in allem Sein gespeichert. Diese energetische Schwingung durchdringt uns immer vollständig, ja selbst wenn wir uns gänzlich von Gott abgewandt fühlen sollten. Sie erschafft sogar beim Menschen eine energetische Verbindung der inkarnierten Seele über die Mutterseele direkt zu Gott hinein. Aus dieser Energie entsteht ein großer Sog zur Einheit. Es ist die parallele Bewegung zurück zu Gott über die Erlangung eines höheren Bewusstseins.

Alles strömt von der Einheit weg und zu ihr zurück

In diesem Spannungsfeld schlagen in jedem Bewusstsein zeitgleich zwei unterschiedliche „Herzen“. Der individuelle Strom zurück zur Einheit aus der alles stammt über die Erlangung eines höheren Bewusstseins und der individuelle Strom weg von der Einheit durch die Tatsache der eigenen Wahrnehmung der Urverletzung.

Aber nicht die reine Wahrnehmung der Urverletzung erschafft niedrigeres Bewusstsein und damit eine weitere Entfernung von Gott, sondern das nicht Zulassen, nicht Akzeptieren und nicht offenherzige Anschauen dieses Umstands. Das Begreifen der Einheit Gottes und der naturgegebenen Trennung zur gleichen Zeit bedeutet Heilung.

Mit zunehmender Entfernung von der Einheit Gottes steigt die energetische Kraft der Urverletzung aber exponentiell (überproportional stark) an. Kein Bewusstsein wird sich so schnell negativ entwickeln können, wie diese Kraft wirkt. Ab einem bestimmten Punkt kommt es der Unendlichkeit sogar so nahe, dass deren energetische negative Ladung fast vollständig neutralisiert wird. Solche Lebensformen nehmen den denkbar tiefsten Punkt von Bewusstsein an, egal wie hoch sie zuvor entwickelt waren. Ihr karmischer Strom wird sich nun wieder neu bilden und eine Bewegung hin oder weg von der Einheit formen.

Bewusstsein, dass sich der Quelle jedoch nähern konnte, wird durch eine exponentiell steigende positive Kraft angezogen. Karma wird immer stärker aufgelöst. Erkenntnisse und Heilungen die vorher nicht möglich waren, werden nun möglich und finden leichter statt. Das Bewusstsein entwickelt sich entsprechend exponentiell hin zurück zur Einheit.

In Summe bildet der gesamte Lebensstrom (The Flow) daher mehr oder weniger eine Bewegung hin zu Gott.

Die Summe der energetischen Ströme hin und zugleich weg von Gott, die durch jede einzelne menschliche Seele hervorgebracht wird, bestimmt unseren energetischen Gesamtstrom mit dem wir konfrontiert sind. Die Einzelströme bilden das karmische Feld oder Körper eines Menschen, das sich seit seiner Erschaffung mit Energien auflädt und entsprechende Anziehungskräfte auf andere energetische Felder und Ströme ausübt. Wir ziehen daher energetische Umstände und Handlungen auf allen Bewusstseinsstufen an, oder stoßen sie ab. Dadurch erschaffen wir eigene Realitäten.